Vergleichende Werbung
Von Der Werbepsychologe am Sep 18, 2010 | In Background | Sende Feedback »
Die vergleichende Werbung, die sich in den USA bereits in viel größerem Umfang etabliert hat, wird in unserem Land relativ selten angewandt.
Deshalb sollte jene Strategie in hiesigen Breitengraden unsere Aufmerksamkeit ganz besonders erregen. Gerade weil diese von unseren Erfahrungen im Umgang mit Werbung abweicht, begründet sich schon darin Ihr hohes Potential. Die Abweichung von der Norm, eigentlich (noch) ein Tabuthema, ist prädestiniert für eine Informationsvermittlung, welche Konsumenten und Verbraucher bevorzugt wahrnehmen.
Fortsetzung:
Einen weiteren Vorteil vergleichender Werbung sehe ich darin, dass mir als Verbraucher eine Erleichterung wiederfährt. Konsumenten ziehen bei Ihren Kaufentscheidungen verschiedenste Produktdetails heran, wie bspw. die Produktzusammensetzung, Herkunft oder den Preis. Bei der Offenlegung einer oder mehrerer dieser Teilstücke eines Produktes im direkten Vergleich mit der Konkurrenz fällt es den Konsumenten schon einmal leichter eine (Kauf) -Entscheidung zu treffen.
„Vergleichende Werbung hat unvergleichbare Wirkung“
Beim Einsatz dieser Methode sollte man sich als Werbertreibender aber bewusst sein, dass die Konkurrenz, deren Produkt damit ins „Abseits“ gestellt wird, wohl kaum tatenlos zuschauen kann. Vergleichende Werbung, im Marketing benannt mit „Depositionierung der Wettbewerber“, wird das Werbegeschehen nicht unbedingt harmonisieren. Im Gegenteil, der Kampf um den Kunden kann dadurch feindlicher und aggressiver werden. Ferner wird bei dieser Art Werbung der Wettbewerber immer beim Namen genannt, bei der Kürze von heutigen Werbedarbietungen auch möglich, dass dummerweise der falsche Absender beim Empfänger hängen bleibt – wohlmöglich ein Grund, warum vergleichende Werbung so vorsichtig genutzt wird.
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